Befallene Materialien und Baustoffe

Schimmel kann die Struktur von Materialien wie Holz, Gipskarton, Tapeten, Textilien oder Polstermöbeln angreifen. Besonders bei organischen Baustoffen wie Holz oder Papier dringen Schimmelsporen in das Material ein und zersetzen es. Dies kann zu Rissen, Brüchen oder einer Schwächung der Tragfähigkeit führen. Es gibt mehrere Methoden, um festzustellen, ob ein Material von Schimmel befallen ist.

Oberflächen

Tritt der mögliche Schimmel an der Oberfläche aus, können die Methoden, wie sie bei "Schimmel auf Oberflächen" beschrieben sind angewendet werden. Ist dies nur schwer oder eingeschränkt möglich gibt es die Möglichkeit eine Materialprobe - in der der Schimmel vermutet wird - ein ein qualifiziertes Labor zu senden. Im Labor wird die Probe aufgelöst und der Mögliche Schimmel mit entsprechender Methode extrahiert und analysiert. So wird z.B. hier eine Analyse auf eine Materialprobe professionell angeboten und durchgeführt: SchimmelCheck Materialien.

Hausschwamm

Der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) gilt als der gefährlichste holzzerstörende Pilz in Gebäuden, da er eine einzigartige Überlebensstrategie besitzt: Er kann über meterlange, strangartige Myzele aktiv Feuchtigkeit transportieren, wodurch er selbst trockenes Holz befallen und ganze Mauerwerke durchwachsen kann. Da er versteckt hinter Verkleidungen oder in Balkenlagen wächst, wird der Befall oft erst bemerkt, wenn die Statik durch die verursachte Würfelbruchfäule bereits massiv geschädigt ist. Seine Gefährlichkeit ergibt sich zudem aus der schwierigen Sanierung; bleibt auch nur ein kleiner Teil des Myzels im Mauerwerk zurück, kann der Pilz bei erneuter Feuchtigkeitszufuhr sofort wieder aktiv werden und das Gebäude sprichwörtlich „auffressen“. Lassen Sie bei Verdacht jedenfalls eine Analyse durchführen: Schimmeltest Hausschwamm